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Flüchtlinge in Iffezheim ​

Allgemeine Informationen zur Situation in Iffezheim

Iffezheim ist aktuell Zufluchtsort für 50 Geflüchtete. Das entspricht in etwa 1 % der Bevölkerung. Davon sind ca. 30% Alleinreisende und 70% Familien mit insgesamt 16 Kindern und Jugendlichen. Die Menschen sind dezentral in Privatwohnungen oder gemeindeeigenen Unterkünften innerhalb der Gemeinde untergebracht. (Stand:02.2017)

Die ersten Schritte eines Asylbewerbers

Nach der Einreise erhalten Asylbewerber zunächst eine Erstversorgung in einer sogenannten Erstaufnahmeeinrichtung. Anschließend erfolgt eine Verteilung durch die Länder untereinander. Diese Verteilung erfolgt nach dem sogenannten "Königsteiner Schlüssel". Dieser legt fest wie viele Asylsuchende ein Bundesland aufnehmen muss und richtet sich nach Steuereinnahmen (2/3 Anteil bei der Bewertung) Bevölkerungszahl (1/3 Anteil bei der Bewertung). Diese Quote wird jährlich neu ermittelt.  (Quelle: BAMF)

Wie kommen Geflüchtete nach Iffezheim?

Mit Erteilung eines Aufenthaltstitels, jedoch spätestens nach 24 Monate werden die Asylbewerber den Städten und Gemeinden des Landkreises im Rahmen der sogenannten Anschlussunterbringung zugewiesen.
Die Gemeinde Iffezheim ist demnach verpflichtet, Geflüchtete nach § 18 FlüAG aufzunehmen.

Unterbringung

Hierbei gelten in der Regel die gleichen Voraussetzungen wie bei der Obdachlosenunterbringung, wonach eine förmliche Einweisung der Betroffenen in eine Unterkunft erfolgen muss. Eine Aufhebung der Einweisung kann erst erfolgen, wenn die Betroffenen eine Wohnung auf dem allgemeinen Wohnungsmarkt finden.
 
Für die Größe und Ausstattung der Unterkünfte in der Anschlussunterbringung gibt es keine vorgeschriebenen Standards. Diese können sich am Standard der Obdachlosenunterbringung orientieren.

Die Wohnung sollte mit den notwendigen Einrichtungsgegenständen in einfacher aber angemessener Qualität ausgestattet sein. Auch hier gibt es keine verbindlichen Standards. Zur Grundausstattung einer Wohnung gehören Bett, Schrank, Tisch, Sitzgelegenheit, Herd und Kühlschrank. Der Großteil der Einrichtungsgegenstände sind Möbelspenden aus der Bevölkerung. Des Weiteren muss die Wohnung über eine Waschgelegenheit verfügen, wobei die Nutzung durch mehrere Personen zumutbar ist.

Die Zurverfügungstellung einer Waschmaschine wird empfohlen und von der Gemeinde Iffezheim auch so gehandhabt.  

Ein Telefon- oder Kabelanschluss gehört regelmäßig nicht zum Standard einer Obdachlosen- bzw. Flüchtlingsunterkunft. Die Gemeinde stellt jeder Unterkunft dennoch einen Fernsehanschluss mitsamt Fernseher als Erstausstattung zur Verfügung (auch zur Unterstützung des Spracherwerbs). Hierbei handelt es sich um gespendete Röhrenfernseher aus der Bevölkerung.

Die Gemeinde Iffezheim versucht, Familien möglichst in eigenen Wohnungen unterzubringen, während alleinreisende Flüchtlinge aufgrund von beschränkter Platzkapazität in gemeinschaftliche Unterkünfte eingewiesen werden. In der Regel teilen sich mehrere Personen ein Zimmer sowie die Gemeinschaftsräume. Hier achtet die Gemeinde jedoch auf eine Trennung nach Geschlechtern in den jeweiligen Unterkünften, um der speziellen Schutzbedürftigkeit von Frauen und Kindern Rechnung zu tragen.

Besonderheit: Neue Wohnsitzregelung

Das am 6. August 2016 in Kraft getretenen Integrationsgesetz hat auch eine Änderung des § 12a AufenthG mit sich gebracht. Die Bundesländer können zusätzliche ortsbezogene Wohnsitzauflagen erlassen und so die Verteilung von Schutzberechtigten besser steuern. Dies soll eine besseren Integration fördern und dem Entstehen „sozialer Brennpunkte“ entgegenwirken.

Die Wohnsitzauflage wird für einen Ort (Iffezheim) oder für ein Bundesland ausgesprochen werden.

Sie gilt für Asylberechtigte, anerkannte Flüchtlinge, subsidiär Schutzberechtigte, Personen mit Aufenthaltserlaubnis (§§ 22, 23, 25 Abs. 3) sowie für nachziehende Familienangehörige. Die Wohnsitzregelung gilt individuell, kann jedoch maximal für 3 Jahre ausgesprochen werden.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Wohnsitzregelung auch aufgehoben werden:

  Aufnahme einer Berufs- oder Hochschulausbildung an einem anderen Ort

  Aufnahme eine sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung mit 15 Std./Woche und min. 712€ netto/Monat


Weiterführende Informationen:
Aktuelle Zahlen zu Asyl
Stand:12.2016; Quelle: BAMF

 

Kontakt

GEMEINDEVERWALTUNG
IFFEZHEIM
   
Integrationsbeauftragte
Karolina Smigielski
Hauptstraße 54
76473 Iffezheim

Telefon / Fax 
+49 (7229) 605-13
+49 (7229) 605-70

E-Mail
karolina.smigielski@iffezheim.de


Café International
Dienstag, 16.05.2017
17:00 - 19:00 Uhr


Cafe International
Dienstag, 21.02.2017
Besonderer Gast dank
ICoI e.V. Iffezheim:

Puppenspieler Roberto Maranhao