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Partnergemeinde Hoppegarten

Mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde am 03. Oktober 1991 haben sich die beiden bedeutendsten Gemeinden des Galopprennsports in Deutschland – Iffezheim und Hoppegarten - in Freundschaft verbunden.
 
lm vergangenen Jahrhundert und in der Neuzeit haben Hoppegarten und lffezheim eine bedeutsame Rolle in einer Sportart gespielt, die als die älteste in organisierter Form betriebene Sportart im heutigen Sinne bezeichnet werden kann: die Veranstaltung von Galopprennen. Den Anfang hat alles in den 50er und 60er Jahren des 19. Jahrhunderts nahezu zeitgleich in beiden Orten - in dem "Dorf mit weltbekanntem Namen" (Iffezheim) wie auch in einer "Perle der Mark" (Dahlwitz-Hoppegarten) - genommen.
 
Über alle Krisen und Kriege hinweg haben sich die Galopprennen zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor und zu einem der beliebtesten Freizeitangebote entwickelt. Die Rennbahnatmosphäre beider Orte mit ihrem internationalen Flair bietet ein hohes Maß an Spannung, Eleganz und an Faszination von der Kraft und Ausdauer edelster Pferde und deren Ästhetik.
 
Seit Begründung der Partnerschaft werden die Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit abwechselnd in Iffezheim und Dahlwitz-Hoppegarten durchgeführt bzw. finden gegenseitige Besuche statt. Zahlreiche langjährige Freundschaften sind bereits entstanden.
  
Seit dem Tag der letzten Kommunalwahl im Land Brandenburg (26.10.2003) besteht die Gemeinde Hoppegarten aus den Ortsteilen Hoppegarten, Münchehofe und Hönow zusammen. Das vormalige Amt Hoppegarten war von 1993 bis 2003 die gemeinsame Verwaltung der bis dahin selbständigen Gemeinden gleichen Namens. Die damaligen Gemeindevertretungen Dahlwitz-Hoppegarten und Hönow traten dem Zusammenschluss zur Gemeinde Hoppegarten entgegen und kämpften für den Fortbestand der gemeindlichen Selbständigkeit. Die Klagen wurden vom Verfassungsgericht des Landes Brandenburg am 16.06.2005 abgewiesen. Auch mit Blick auf eine weitere Forcierung der wirtschaftlich, kulturellen und sozialen Entwicklung haben die Gemeinden Hoppegarten und Neuenhagen bei Berlin im April 2006 eine Kooperationsgemeinschaft vereinbart. Hoppegarten hat gegenwärtig über 15.000 Einwohner, die auf einer Gemeindefläche von 32.357.325 m² leben (2199 EW/m²).
 
Schon sehr frühzeitig begann Hoppegarten mit der Entwicklung eines über 100 ha großen Gewerbegebietes an der Bundesstraße. Dies bietet den größten finanziellen Rückhalt für die Gemeinde. Hoppegarten, das sind aber auch liebevoll restaurierte und Instand gesetzte Villen in der Rennbahn- und der Lindenallee, das ist eine moderne Gesamtschule mit Grundschulteil, das ist das Landschaftsschutzgebiet Erpetal in Waldesruh, das ist eine gelungene Symbiose aus Wohnen im Grünen und Arbeiten in einem sehr gut ausgelasteten Gewerbegebiet.
 
Die Geschichte des Ortsteils Hoppegarten ist sehr durch die Nähe zur Hauptstadt Berlin geprägt. Das damalige typisch markgräfliche Dorf stand unter der Herrschaft eines Vogtes und wurde von einem Lehnschulzen verwaltet. In einem historischen Urkundenbuch wird Dahlwitz als Dorf und Rittergut, das im Niederbarnimschen Kreis, zwei Meilen vor Berlin, an der Frankfurter Chaussee liegt und eines der ältesten Dörfer in der Mittelmark, welches schon in der Mitte des 14. Jahrhunderts bebaut war, beschrieben. Die erste Erwähnung ist auf den 10. Mai 1370 datiert, wobei die damalige Mühle Dolewitz übereignet wurde und an den Altar des Heiligen Sigismund im Orden der Marienkirche zu Berlin fiel. In den folgenden Jahrhunderten war die wechselvolle Geschichte durch Verschreibungen, Schenkungen und Veräußerungen geprägt. Unter anderem kam im Jahr 1718 der Kriegsminister Emanuel von Marschall in den Besitz des Ortes. Im Jahr 1852 fiel der Besitz in die Hände Heinrich von Treskow. Dieser ließ das Schloss schleifen und errichtete auf den Grundmauern desselben seinen Wohnsitz. Rings herum gestaltete der Landschaftsarchitekt und Gärtner Peter Joseph Lenné eine Parkanlage.
 
Im Jahr 1868 wurde die Galopprennbahn eröffnet. Trainierbahnen, Villen, Stallungen und Wohngebäude runden die einmalige Anlage ab. Hoppegarten wurde durch seine Rennbahn berühmt. Zwischen Berlin und dem Landschaftsschutzgebiet Zochegraben-Idea Trainierbahn erwuchs im Jahr 1919 die Siedlung Birkenstein als Genossenschaftssiedlung. Der Gemeindeteil Waldesruh erstreckt sich als Landhaussiedlung mitten im Kiefernwald jenseits der Bundesstraße 1/5.
 
Seit dem Jahr 1996 war die vormalige Gemeinde gemäß Regionalplanung als Selbstversorgungszentrum eingestuft. In den vorangegangenen Jahren ging die Entwicklung mit wachsender Gewerbeansiedlung, Hotelneubau, der Errichtung weiterer Sport- und Vergnügungsstätten, neu entstandenen Wohngebieten, Eigenheimen und Einkaufszentren, dem Schulerweiterungsbau, dem Neubau zweier Kitas sowie Straßenbaumaßnahmen einher. Die vormalige Gemeindevertretung unterstützte die weitere Vermarktung des Gewerbegebietes durch die awf GmbH. Darüber hinaus stand die Entwicklung/Konsolidierung der Wohn-/Gewerbeobjekte im Mittelpunkt. Gegenwärtig werden die Modernisierung des S-Bahnhofes Hoppegarten (Mark) und Umgestaltung des Vorplatzes sowie weitere Straßenbaumaßnahmen in Waldesruh und Hönow realisiert.
Die erste urkundliche Erwähnung Münchehofes erfolgte in dem Landbuch 1375, in welchem gemäß Auftrag des Kaisers Karl IV. alle Orte aufgeführt waren. Die eigentliche Ortsgründung ist auf das Jahr 1180 datiert. Zisterziensermönche waren die ersten, die sich vor dem Ort niederließen. Im 14. Jahrhundert soll es die Gaststätte Krug und eine Mühle gegeben haben. 1875 gründete ein Mühlenbesitzer die Siedlung Mönchsheim. In den vorangegangenen Jahren fand ein Aufschwung in der Entwicklung des Ortes statt. Kennzeichnend hierfür sind die Herrichtung eines Gemeindehauses mit neuem Depot für die Feuerwehr, die Straßeninstandsetzung und in beschränktem Umfang auch Straßenausbau sowie das Entstehen eines modernen Reiterhofes einschließlich einer ansprechenden Gaststätte.
Auch die Geschichte Hönows ist sehr durch die Nähe zu Berlin geprägt. Ursprünglich war der Ort als wendisches Rund- oder Hufeisendorf angelegt und wurde später als Angerdorf erweitert. Die unter Denkmalsschutz stehende Kirche wurde in den Jahren um 1250 im spätromanischen Stil als Wehrkirche auf dem ehemaligen Bocksberg errichtet. Aus dem Landbuch vom Jahre 1375 ist zu entnehmen, dass Hönow nach Blumberg mit 118 Hufen die größten Landflächen unter den Dörfern besaß. Urkundlich ist vermerkt, dass Hönow ab 1280 durch Übereignung der Markgrafen Otto der Lange und Otto II. dem Kloster Zinna zugeordnet wurde. Die folgenden Jahrhunderte bescherten Hönow eine wechselvolle Geschichte.
 
So hat die 1348 umgehende Pest Zweidrittel der Einwohner dahingerafft. 1432 verwüsteten die Hussiten bei ihrem Abzug den Ort. Durch die lutherische Kirchenreformation in der Zeit 1544/1552 ging die vormalige Gemeinde in den Besitz der Kurfürsten von Brandenburg über. Die verheerenden Folgen des 30jährigen Krieges 1618 – 1648 ließen nur die drei Familien Döberitz, Hörnicke und Bugge übrig. 1656 wurde das Dorf in die Zugehörigkeit der Stadt Altlandsberg überführt. Danach wurde Hönow für längere Zeit vom Kreis Niederbarnim und später vom Kreis Strausberg verwaltet.
 
Landschaftlich reizvoll an einer Seenkette gelegen, umgeben von Flur und Wald, verlief das Leben im Dorf einstmals in Abgeschiedenheit und Unberührtheit. 1886 verhinderte die damalige Gemeindevertretung die geplante Streckenführung der Ostbahn über die Gemeindeflur und somit die Verkehrsanbindung an Berlin. Nach dem 1. Weltkrieg drängten Bewohner Berlins stürmisch auf das Land. Landverkäufe begannen, Parzellen wurden aufgeteilt und die Besiedlung folgte. Die Einwohnerzahl stieg auf über 2.000 Personen. Der Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg und die Umwandlung der Bauernwirtschaft in Genossenschaften haben das Dorfbild sehr verändert.
 
Mit Entstehen der Wohnsiedlung Berlin–Hellersdorf wurden große Ackerflächen der vormaligen Gemeinde Hönow bebaut und später Berlin zugeordnet. 1989 wurde Hönow durch die Verlängerung der damaligen Berliner U-Bahnstrecke Alexanderplatz–Tierpark einzige Brandenburger Gemeinde mit einer U-Bahn-Station. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands war eine gute Entwicklung zu verzeichnen. Bedingt durch die Lage zwischen freier Landschaft und Berlin, die sehr gute Verkehrsanbindung, die neu entstandenen Einkaufsmöglichkeiten, Hotels und Pensionen, das Gewerbegebiet an der Altlandsberger Chaussee sowie durch die neu entstandenen Wohngebiete ist die Einwohnerzahl bis heute auf ca. 8.000 gewachsen. Als bedeutendste Wohnbaumaßnahme ist die „Siedlungserweiterung Hönow“ mit einer Größe von ca. 80 ha zu nennen. Das städtebauliche Entwicklungsgebiet wurde 1992 von der damaligen Gemeindevertretung beschlossen. Bisher sind hier ca. 1.000 Wohneinheiten fertiggestellt. Insgesamt sollen in diesem Gebiet einmal rund 2.800 Wohneinheiten bestehen

 

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