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Partnergemeinde Mondolfo


Seit dem Jahre 1996 besteht eine Partnerschaft zwischen der Provinz Pesaro e Urbino/Italien und dem Landkreis Rastatt. Bereits in 2003 wurde in Iffezheim erstmals ausführlich über die Möglichkeit der Gründung einer Partnerschaft mit der Gemeinde Mondolfo/Italien diskutiert. Die überwiegende Zahl der Mitglieder des Gemeinderates stand positiv dieser möglichen Partnerschaft gegenüber, hatte aber den Wunsch, dass ein engagierter Personenkreis - außerhalb der politischen Ebene und außerhalb der Verwaltung – Interesse an dieser Partnerschaft zeigt und bereit ist, diese auszubauen und in weite Teile der Einwohnerschaft zu tragen.  In Iffezheim bildete sich bald darauf die Initiativgruppe zur Gründung einer Partnerschaft, die seither stetig angewachsen ist. Diese engagiert sich sehr stark für die Gründung einer Partnerschaft mit Mondolfo und hat hierfür zahlreiche Aktivitäten unternommen. 

Die offizielle Partnerschaftsfeier fand am Abend des 19. Oktober 2007 um 20 Uhr in der Festhalle Iffezheim statt. Der Bürgemeister der Gemeinde Mondolfo, Pietro Cavallo und der Bürgermeister der Gemeinde Iffezheim, Peter Werler unterzeichneten in festlichem Rahmen die Partnerschaftsurkunden. Die geladenen Ehrengäste, darunter Nicolette Kressl, MdB, Wolfgang Jägel, MdL, Landrat des Landkreises Rastatt, Jürgen Bäuerle sowie die zahlreich erschienenen Iffezheim Einwohnerinnen und Einwohner verfolgten diese Feier mit Interesse.

Rathaus Mondolfo

Mondolfo und das an der Adria gelegene zugehörige Marotta ist eine Gemeinde mit ca. 11.000 Einwohnern. Mondolfo ist das erste antike Schloss auf das man trifft, wenn man vom Meer in Richtung Cesanotal fährt. Das Dorf, über dessen Ursprünge nur wenige Informationen vorliegen, ruht gut sichtbar auf einer Anhöhe. Im Jahr 1347 gehörte es Galeotto Malatesta, dem das Besitztum ein Jahrzehnt später von Kardinal Egidio Albonoz erneut bestätigt wurde. Giovanni della Rovere erhielt Mondolfo 1474 als Lehen und ließ zwischen 1477 und 1490 von Francesco di Giorgio Martini eine prächtige Burg errichten, die 1864 sinnlos zerstört wurde, um Baumaterial zu gewinnen. Im Laufe zahlreicher Aufstände und Niederwerfungen wurde Mondolfo zuerst von Cesare Borgia und später von Lorenzo de Medici besetzt; schließlich kam es zum Anschluss an das Herzogtum Urbino und gelangte im Jahr 1631 an den Kirchenstaat. Im Inneren des verbliebenen Mauerrings steht die Pfarrkirche S. Giustina aus dem 13. Jahrhundert, die im 18. Jahrhundert erneuert wurde. Im Dorf hingegen steht der monumentale Kirchen- und Klosterkomplex S. Agostino mit Ursprüngen aus dem 14. Jahrhundert; zwischen 1585 und 1593 wurde er umgebaut. Sehenswert sind die zahlreichen eindrucksvollen Gemälde, die die Altäre dieser Kirche schmücken. Bevor man in den Ort kommt, sieht man die Kirche und das Franziskanerkloster S. Sebastiano – im 16. Jahrhundert erbaut und im 18. Jahrhundert renoviert. In der Nähe des Ortsteils Cento Croci steht die antike Kirche S. Gervasio (5./6. Jh.), in deren Krypta ein kostbarer Sarkophag aus Ravenna aus dem 6. Jh. aufbewahrt wird. An dieser Stelle stand früher die römische Siedlung Pirum Philumeni, deren Reste bisweilen bei der Bestellung der Felder zutage treten. Der Vorort Marotta liegt direkt an der Adria und ist ein bekannter und beliebter Badeort.

Die Provinz von Pesaro und Urbino, Land des Raffaello und des Rossini
Zwischen Emilia und Romagna, Toskana und Umbrien liegt die Provinz von Pesaro und Urbino, die nördlichste der Marken, die wie ein Juwel inmitten des grünen Herzens Ita-liens erscheint, eine geographische Koordinate, die es leicht mit den bekannteren und stark befahrenen Routen des italienischen Territoriums aufnehmen kann. In streng geographischer Hinsicht, das heißt also nicht durch starre Verwaltungsrechte eingeengt, ist die Region der Marken untrennbar mit Umbrien und der Romagna verbunden, da sie nahtlos ineinander übergehen, um gemeinsam eine wunderbare, fruchtbare Region zu bilden, die an ein fischreiches Meer grenzt, durch sanfte Hügel belebt wird und deren Natur, Kunst, Kultur und Geschichte ihresgleichen sucht. In diesem Rahmen stellt die Provinz von Pesaro und Urbino ein ideales Resümee dar, ein sich Verdichten antiker Nuancen und flüchtiger Einflüsse in der geologischen Realität eines Landes der tausend Atmosphären. Beim Befahren ihrer Straßen stellt der unvorbereitet Reisende fest, dass er sich in einer Gegend befindet, die all seine Erwartungen übertrifft: auf der einen Seite das sanfte Abfallen der Hügel, und auf der anderen das Meer, das die aufgehende Sonne am frühen Morgen in ein rotes Licht taucht. Ein Land, das zum Entdecken einlädt. Angefangen von der Küste, mit ihren 50 km langen Stränden. Hier haben sich von der Vorsehung gewollte Verflechtungen zwischen dem toskanisch-emilianischen und dem umbrisch-markischen Apennin gebildet, von denen die unterschiedlichen Morphologien der Küste profitieren und immer neue Szene-rien bieten. Von den weißen Kieselstränden, bis zu den grauen und goldenen Sandstränden, von Marotta nach Torrette, Fano, Pesaro und Gabicce, die zum Ruhm der Adriaküste beigetragen haben. Beim Befahren der Pano-ramastraße, die von Pesaro über den Mon-te San Bartoto hinauf nach Gabicce Monte führt, kann von den strategischen natürlichen Terrassen aus ein Blick auf die herrliche hohe Küste geworfen werden, die schroff zum Meer hinab abfällt, bis zu unbe-rührten, kleinen Kiesstränden, die nur vom Meer aus erreichbar sind. Vor dieser Steilküste öffnet sich die Adria, die träge und freundlich in allen Schattierungen von Blau erstrahlt.
 
Doch hat die Provinz von Pesaro nicht nur die Schönheit ihrer Küste zu bieten, wie es oft in anderen Regionen der Fall ist, sondern können in ihrem Hinterland viele andere zauberhafte Eindrücke gesammelt wer-den. Wie die Gebirgsmassive, die den zum Meer eilenden Flüssen den Weg versperren. Hier haben sich die Wasserläufe ihren Weg durch das Gebirge erkämpfen müssen und die Flüsse Marecchia, Conca, Foglia, Metauro, Cesano und ihre Nebenflüsse hinterließen ein dichtes Netz von Schluchten und Felskluften, ein Gebiet so ausgedehnt und spektakulär, das es in Italien wenige Rivalen hat. Und neben den von der Natur geschaffenen Straßen verlaufen die von Menschenhand erbauten, unter denen die römische Vii Fla-minia hervorsticht, die durch die antike, im Jahre 184 v. Chr. gegründete Ansiedlung Pi-saurum führte.
 
Pesaro, am Ende des Foglia-Tals, Geburtsstadt des Gioacchino Rossini, kann sich zahlreicher Denkmäler aus dem Mittelalter und der Renaissance rühmen und besteht aus einem antiken Stadtkern und einem modernen Stadtteil, der sich bis zum Meer hinzieht. Die Stadt ist weltberühmt für ihre Majoliken, die dem feinen Ton ihrer Erde zu verdanken sind, und beherbergt während den Sommermonaten das Rossini Opera Festival, das zu Ehren ihres berühmten Mitbürgers veranstaltet wird.
 
Die Aufführungen der lyrischen lyrischen Werke des großen Meisters aus Pesaro verfügen heute bereits über weltweiten Ruhm. Nicht zu versäumen ist ein Besuch der Villa Toschi-Mosca, in der die außergewöhnlich reichhaltige Pinakothek und das Keramikmu-seum untergebracht sind. Ein kurzweiliger Ausflug mit dem Auto bringt Sie zur Imperi-ale, eine schlossartige Villa, die inmitten eines Pinienwäldchens des Hügels San Bartolo liegt. Die Via Flaminia war für den Verkehr zwischen Rom, dem zisalpinischen Gallien und ganz Nordeuropa von größter Bedeutung. So erlebten die Städte, die die Hauptknoten-punkte dieser Verkehrsstraße bildeten, eine wahre Blütezeit, von Rimini, über Pesaro bis Fano, das sich einerseits im Meer spiegelt, und an der anderen Seite auf die drei höchs-ten Berge des Zentralapennins, Catria, Petrano und Nerone, blickt. Fano, mit dem bedeutenden Augustus-Bogen und einem langen, gut erhaltenen Teil der römischen Stadtmauer, erfreut sich unter anderem einer sehr beliebten Veranstaltung, dem Karneval der Adria, der "süßeste" Karneval Italiens, da während den Umzügen zentnerweise Süßig-keiten in die Menschenmenge geworfen wer-den. Gegen Rom hin fällt die Via Flaminia, die heute Gegenstand archäologischer Untersuchungen ist, zu der unglaublichen Verengung der Furlo-Schlucht ab, ein phantastischer Ca-nyon zwischen den Bergen Pietralata und Paganuccio.
 
Hier und da sind auf dem grünen Territorium & Provinz einige der schönsten Felsenburgen zu finden, die Vorposten eines Verteidigungssystems der Renaissance waren, wie jene von Sant'Agata Feltria, Mondavio, Sassocorvaro, Fossombrone, Cagli, San Costanzo und Frontone in der Nähe von Pergola, dem Fundort der herrlichen vergoldeten berittenen Bronzestatuen aus der römischen Epoche, die ihren berühmteren "Vettern" von Riace in nichts nachstehen.
 
Nördlich, auf der gemarterten Orographie, die vom Monte Carpegna abfällt, erhebt sich die Burg San Leo, die von einem unein-nehmbaren Felsen aus über das Marecchia-Tal wacht. Die Festung ist heute Sitz eines Museums und einer Pinakothek und über ihren unbezwingbaren Festungsmauern sind viele illustre Persönlichkeiten gewandelt, von Dante bis zum heiligen Franziskus, während eine beißende, schwefelige Atmosphäre an die letzten Tage des Giuseppe Balsamo erinnert, besser bekannt als Graf von Cagliostro, der misteriöse Gefangene, der sich der Magie verschrieben hatte. In dem Schatten des Car-pegna erstreckt sich Pennabilli, das aus zwei befestigten Ortschaften, nämlich Pen-na und Billi, entstand, die in einer einzigen Bastei zusammengefasst wurden. In dieser Gegend lebten die Carpegna, die Malatesta und die Montefeltro, die ein unnachahmliches Stück historischen und künstlerischen Reichtums begründeten, wie es oft in den verbor-gensten Winkeln des italienischen Territori-ums vorgekommen ist. Heute bietet Pen-nabilli einen Antiquitätenmarkt, der im Sommer Scharen von Besuchern anlockt. Die gesamte Provinz birgt außerdem wunderbare Kunstschätze, und wenn einige Regionen der Welt wegen ihrer Bodenschätze als "geo-logische Paradiese" bezeichnet wurden, kann man hier zweifellos von einem "kulturellen Paradies" sprechen.
 
Stellvertretend für alle anderen, Urbino. Über ein Panorama grüner Hügel und majes-tätischer Berge herrschend, ist diese Stadt wegen ihrer prestigevollen, unschätzbaren Meisterwerke, die in der Nationalgalerie im Palazzo Ducale verwahrt sind, weltberühmt. Hauptstadt des Herzogtums der großen Familie derer von Montefeltro, befand sich Urbino, Vaterstadt des großen Raffaello und antiker Universitätssitz, am Gipfel ihres Glan-zes, als der Herzog Federico (1422-1482) die größten Künstler und Literaten jener Zeit an seinem Hof versammelte. Wir haben Dante bereits zuvor erwähnt. Hier treibt sich das ruhelose Gespenst des "Fliehenden Gibelli-nen" um, der Minnesänger der tragischen Liebe zwischen Paolo und Francesca, deren Drama sich laut Oberlieferung in der herrlichen Felsenburg der Malatesta in Gradara ereignete, während in Fiorenzuola di Focara die infernalische Schmährede des Pier da Medicina gegen den "grausamen Tyran-nen", der die "beiden Besten aus Fano", Gui-do del Cassero und Angiolello di Carignano, verriet, in Marmor graviert ist. Wer etwas weniger bildungsträchtige Reiserouten vor-zieht und sich mehr für Natur interessiert, der ist mit der Alpe della Luna, an der Grenze zwischen Umbrien und der Toskana, in der Nähe von Borgo Pace, bestens bedient. Der Berg ist von einem wildwachsenden Wald über-wuchert und ist lediglich über einen Fußweg zugänglich. Das Gebiet steht unter Natur-schutz und ein derartiger Ausflug ist für jeden Naturfreund sicher ein ganz besonderes Erlebnis.
 
Alles in allem ist ein Besuch der Provinz von Pesaro und Urbino ein immer wieder neues Abenteuer, das vom erholsamem Müßiggang unter dem Sonnenschirm, bis zur Entdeckung der Kunst- und Kulturschätze, über die man "nolens volens" praktisch an jeder Ecke stolpert, reichlich Raum bietet. Und doch fehlt noch etwas, um ein wirklich komplettes Panorama zu genießen. Tatsächlich sagt man, und wahrscheinlich ist es sogar wahr, dass man, um eine Kultur voll und ganz zu begrei-fen, auch ihre Küche kennen lernen muss: sag mir was Du isst, und ich sage Dir wer Du bist. Vielleicht ist dies nur die Ausrede eines listigen Feinschmeckers, der sich ein Alibi schaffen will. Doch handelt es sich in diesem Fall für einen wirklich gewissenhaften Entde-cker um eine ausnehmend angenehme Pflicht. Vom Blaufisch aus Fano und Pesaro, den weißen Trüffeln von Acqualagna, Sant'Angelo in Vado und Sant'Agata Feltria, die es mit den Trüffeln aus Alba durchaus aufnehmen können, bis zu den unvergleichlichen Käsesorten aus Talamello, dem Öl aus Cartoceto, den Kir-schen aus San Leo, dem "Casciotta-Käse" aus Urbino, den Pfirsichen aus Montelabbate, bis zu den Sauerkirschen aus Cantiano, rühmt sich die Küche der Provinz Pesaro einer Reihe von unvergleichlichen Zutaten für die köstlichsten Gerichte, die den Duft des Meers und der Erde auf den Tisch bringen: Fischbrühe, Ravioli mit Seezungen filet, gefüllte Tintenfische, Krapfen, im Römertopf gegartes Perlhuhn, Polenta "alla Carbonara"; "Crescia" in Blätterteig, Oliven nach Pesaro Art, Aufläufe, Forellen mit Zitrone, alles reichlich begossen mit Sangiovese aus den Hügeln um Pesaro für Fleischgerichte, und Bianchello del Metauro für Fischgerichte, das sind nur einige der bekanntesten und beliebtesten Gerichte.
 
Natürlich erheben wir keineswegs den Anspruch mit diesen wenigen Zeilen den gesamten Schatz an natürlichen, kulturellen und künstlerischen Reichtümern der Provinz von Pesaro und Urbino ausgeschöpft zu haben. Vielmehr haben wir versucht, Ihnen einige Anregungen und Anreize zu geben, damit Sie Ihre eigene Entdeckungsreise nach Lust und Laune und ohne ein bestimmtes Ziel antreten können. Was wir Ihnen dazu versprechen können ist, dass Sie sicher nicht enttäuscht sein werden.

 

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