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Informationsveranstaltung vom 17.07.2017

Sanierung / Neubau / Verlagerung der Festhalle

Rund 140 Bürgerinnen und Bürger folgten am vergangenen Montag, 17.07. der Einladung des Bürgermeisters zur Informationsveranstaltung in die Festhalle. Vorgestellt wurden hierbei die Zukunftsvarianten bezüglich einer Sanierung, eines Neubaues oder Verlegung der Festhalle zur Verwirklichung städtebaulicher Entwicklungsmöglichkeiten und deren Rahmenbedingungen. Ulrike Datan und Thomas Wirth von der Stadtentwicklung GmbH (STEG) sowie der Architekt Andreas Adler vom Planungsbüro Adler und Retzbach stellten die gesammelten Ergebnisse und die daraus resultierenden Planungen vor.

Während die Vertreter der STEG auf die Sanierung "Ortskern II" und die Ergebnisse der vorbereitenden Untersuchung mit dem Gemeindeentwicklungskonzept eingingen, erläuterte Architekt Adler die Kostensituation einer Sanierung der bestehenden Festhalle in mehreren Varianten.
Der Architekt erklärte, dass beim Gebäude der Festhalle ein allgemeiner Sanierungsstau bestehe. Die Baustoffe stammen aus den 70er Jahren und unterliegen einer generellen Schadstoffvermutung (Dämmstoffe, Asbest, Verfugungen, Anstriche, Verbundmaterialien etc.). Die Einhaltung aller aktuellen Brandschutzaspekte sowie die des Schallschutzes seien weitere wichtige zu berücksichtigende Themen. Die komplette Gebäudetechnik einschließlich der Heizungsanlage bezeichnete er als desolat, was ein baurechtliches Verfahren erforderlich mache.
Die geschätzten Kosten bei einer reinen Sanierung nach Variante 1 bezifferte er mit ca. 4,2 Mio. Euro. Variante 2, eine Generalsanierung mit einem zusätzlichen Flächenangebot von 20-25% würde mit rd. 5,0 Mio. Euro zu Buche schlagen. In Variante 3 untersuchte der Architekt im Rahmen der Machbarkeitsstudie die Verlegung der Festhalle an einen anderen Standort. Die ermittelten Kosten betragen hier rd. 7,0 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der Fördermittel verbleiben bei der Gemeinde im Falle einer Verlagerung somit rd. 5,35 Mio. Euro und bei einer Sanierung rd. 3,2 Mio. Euro. Untersucht und vorgestellt wurden die Standorte bei der Maria-Gress-Schule, das Gelände bei der Freilufthalle sowie der bestehende Standort.

Frau Datan und Herr Wirth gingen ferner auf die festgestellten baulichen Missstände und die diesbezüglichen Ergebnisse aus den Bürgerworkshops ein und erläuterten die Sanierung bzw. die alternative Verlegung der Festhalle an den Ortsrand. Sanierungsziel sei die Umsetzung der Innenentwicklung durch Verlagerung und Schaffung eines attraktiven städtebaulichen Flächenpotenzials zur Stärkung der Wohn- und Versorgungsfunktion der Ortsmitte sowie die Definition und qualitative Gestaltung des öffentlichen Raums. Der Förderrahmen liegt nach Mitteilung der STEG bei 1,50 Mio. Euro. Bisher abgerufen bzw. vertraglich gebunden seien lediglich 0,15 Mio. Euro. Der Bewilligungszeitraum begann am 01.01.2015 und endet am 30.04.2024. Die Bereitstellung der Bundesmittel erfolge bis einschließlich 31.12.2019, weshalb die Fördermittel nur noch für eine bestimmte Zeit zur Verfügung stehen. Insofern stehe die Angelegenheit unter einem zeitlichen Druck, so Herr Wirth.

Bürgermeister Peter Werler votierte für eine Verlegung der Festhalle, da es sich nach seiner Auffassung um eine Jahrhundertchance im Bereich der Städteentwicklung handle. Ferner möchte er durch die Verlegung der Festhalle an den Ortsrand dem Immissionsschutz Rechnung tragen, der nach seiner Einschätzung zukünftig mehr an Bedeutung gewinnt.

Im Anschluss an die Vorträge hatten Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, dem Bürgermeister und dem anwesenden Gemeinderat das Für und Wider einer Verlegung der Festhalle darzulegen.

 

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