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Mit einem Koffer voller Erinnerungen auf die Reise in den (Un)Ruhestand geschickt

Iffezheimer Urgesteine Bitterwolf, Friedmann und Rösinger an der Maria-Gress-Schule in den Ruhestand entlassen

v.l.n.r.: C. Bangert, F.-J. Friedmann, M. Bitterwolf, S. Rösinger, P. Werler

 „Erziehen heißt: einem Menschen begegnen, den es nur ein Mal gibt, ein Du erkennen, ein Wir erleben und sich bewusst werden als ein Ich.“ Mit diesem Zitat eröffnete Rektor Carsten Bangert die feierliche Verabschiedung seiner Kollegen Margot Bitterwolf, Franz-Josef Friedmann und Sigrid Rösinger, welche zusammen insgesamt 93 Jahre sowohl der Maria-Gress-Schule als auch der Gemeinde Iffezheim und dem Land Baden-Württemberg treue Dienste als verantwortungsvolle Pädagogen geleistet hatten.Mit dem gewählten Zitat stellte Rektor Bangert das professionelle Selbstverständnis seiner Kollegen sowie die humanistische Sicht auf ihre Schüler in den Fokus seiner Rede. Alle drei Lehrkräfte galten sowohl im Kollegium als auch in der Schülerschaft immer als angesehene Pädagogen, die in Zukunft eine spürbare Lücke hinterlassen werden.Margot Bitterwolf trat nach einigen Jahren des Unterrichtens an der Realschule Rheinmünster im September 1984 ihren Dienst an der Maria-Gress-Schule an. Der ehemalige Rektor Hansjörg Deck beschreibt die neue Kollegin damals in seiner dienstlichen Beurteilung als „engagierte, verantwortungsbewusste Persönlichkeit mit einem souveränen Auftreten sowie einer empathischen und ruhigen Art.“ Durch diese Eigenschaften kombiniert mit einem großen Interesse an den Menschen sowie einem hohen Anspruch an sich selbst und ihre Schüler, gelang es Bitterwolf stets, ihre Schützlinge mit pädagogischem Geschick zu herausragenden Leistungen zu befähigen, so Bangert weiter. Neben ihrer Lehrtätigkeit engagierte sich die humanistische Freidenkerin während ihrer Dienstzeit in Iffezheim lange Jahre als Mentorin von Referendaren, sie war verantwortlich für die Pressemitteilungen der Schule und hatte außerdem viele Jahren den Fachvorsitzende im Fach Deutsch inne.Der in Greffern aufgewachsene Franz-Josef Friedmann entdeckte seine Leidenschaft für das Unterrichten erst auf den zweiten Blick: Nach einer abgeschlossenen kaufmännischen Ausbildung wurde Friedmann nach einer siebenjährigen Lehrtätigkeit an der Schiller-Schule in Stuttgart im Februar 1992 an die Maria-Gress-Schule versetzt. Ihm war vor allem das Unterrichten an der Hauptschule ein großes Anliegen. Nicht nur im Hinblick auf die Probleme seiner Schüler setzte sich der engagierte Lehrer immer für konstruktive und ganzheitliche Lösungen ein. Als ständiges Mitglied der GEW sowie Personalrat setzte er sich auch jahrzehntelang für das Gemeinwohl, insbesondere für bessere und vor allem gerechtere Arbeitsbedingungen seiner Kollegen ein. Desweiteren war er an der Maria-Gress-Schule für den Schulgarten sowie die mitunter kräftezehrende Netzwerkadministration zuständig.Die immer schon an Sprachen interessierte Sigrid Rösinger wurde nach fünfjähriger Wirkungszeit an der Realschule im Dachgrub in Gaggenau im Oktober 1982 an die damals noch recht kleine Grund-, Haupt- und Realschule Iffezheim versetzt. Ihre Liebe zu den Sprachen sowie ihr Glaube spiegelte sich über die Jahre hinweg in zahlreichen Projekten wieder, welche Frau Rösinger voller Elan organisierte oder begleitete, wie beispielsweise das Comenius-Projekt oder das Projekt mit Klein-Kanada in Hügelsheim. Über Jahrzehnte gestaltete Sigrid Rösinger mit Kollegen und Schülern die Schulgottesdienste in Iffezheim. Dies war für sie stets eine Freude. So ließ sie sich im Jahr 2001 von der katholischen Kirche zur Gottesdienstleiterin ausbilden. Durch ihre einfühlsam-warme Art, sowie ihre große Passion für ihren Beruf gelang es der Pädagogin stets, von all ihren Kollegen besonders wegen ihres Engagements, ihrer Zuverlässigkeit sowie ihrer Kooperationsfähigkeit geschätzt zu werden.Neben den Worten von Rektor Carsten Bangert überbrachten auch Bürgermeister Peter Werler als Vertreter der Gemeinde sowie Gemeindereferentin Simone Sattler von der katholischen Kirchengemeinde Dankesworte und Glückwünsche zum Ruhestand. Schülersprecher Mustafa Özkan, der alle drei Lehrkräfte selbst im Unterricht erleben durfte, lobte vor allem die Freundlichkeit, die Offenheit, den Humor und die Phantasie der drei Lehrkräfte, welche zahlreichen Schülergenerationen als Vorbilder gedient hatten. Einige Tipps und Tricks für den Ruhestand gab die ehemalige Konrektorin Birgitta Manz ihren frisch-gebackenen Pensionärskollegen mit auf den Weg: „Man nimmt sich zu viel vor. All das, wofür man bisher keine Zeit hatte, möchte man jetzt auf einmal tun. Aber lasst die Sache ruhig angehen und die Dinge auf euch zu kommen.“Die einzelnen Fachschaften beschenkten ihre Kollegen mit vielen schönen Erinnerungen an die gemeinsame Zeit und füllten den Koffer für die Reise in den Ruhestand mit nützlichen Reisegeschenken: „Nun ist es an der Zeit, etwas Neues zu beginnen. Vertraut auf den Zauber des Anfangs und vergesst nie, dass ab jetzt ein fröhliches Herz das wichtigste Gepäckstück eures Reisegepäcks sein wird“, schlossen die Vertreter des Kollegiums die emotionale Feier, die von der Schulband unter Leitung von Frau Christina Heinrich, Simone Ihli und den ehemaligen Kollegen Inge Riel und Hubert Müller stimmungsvoll musikalisch umrahmt wurde. 

 

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